Von der Quelle auf den Tisch

Beim Essen, beim Sport und unterwegs – Mineralwasser ist unser ständiger Begleiter. Aber wie kommt das Wasser eigentlich von der Quelle in die Flasche?

Bis Mineralwasser in der Flasche auf den Tisch kommt, hat es bereits einen langen Weg hinter sich gebracht. Es stammt aus unterirdischen Quellen, die häufig mehrere Hundert Meter unter der Erde liegen. Wird eine solche Quelle entdeckt, muss sie zunächst erschlossen werden. Es kann mehrere Monate dauern, bis die Bohrer zur unterirdischen Quelle vorgedrungen sind und ein neuer Brunnen angelegt werden kann.

Mineralwasser braucht eine amtliche Anerkennung

Bevor der Hersteller das Mineralwasser aus dem Brunnen pumpen darf, muss es erst amtlich anerkannt werden. Welche Anforderungen das Mineralwasser für diese Anerkennung erfüllen muss, steht in der deutschen Mineral- und Tafelwasser-Verordnung. So muss es zum Beispiel von ursprünglicher Reinheit und – im Rahmen natürlicher Schwankungen – immer gleicher Zusammensetzung sein. Um diese Anerkennung zu erhalten sind mehr als 200 Untersuchungen nötig. Dabei werden Reinheit und Qualität des Wassers ganz genau geprüft.

Das Wasser wird aus dem Brunnen gepumpt oder steigt von alleine auf

Erst wenn das Mineralwasser diese Anerkennung bekommen hat, darf es gefördert werden. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Handelt es sich um eine sogenannte artesische Quelle, steigt das Wasser aufgrund seines hohen Kohlensäuregehalts selbstständig auf. Meist muss es jedoch mit Unterwasserpumpen aus dem Brunnen nach oben befördert werden.

Um das ursprüngliche Mineralwasser noch aufzuwerten, darf der Hersteller es in gewissem Rahmen aufbereiten. Zum Beispiel ist es erlaubt, dem Wasser das enthaltene Eisen zu entziehen. Denn Eisen oxidiert, wenn es mit Luft in Kontakt kommt und bildet unschöne, braune Flecken. Auch ist es zulässig, das Mineralwasser zu entschwefeln, da sich Schwefel negativ auf Geschmack und Geruch auswirkt. Kohlensäure darf der Hersteller dem Wasser ebenfalls zusetzen oder aber entziehen, wenn es von Natur aus zu viel davon enthält.

Nach ausführlichen Kontrollen wird das Wasser schließlich direkt vor Ort abgefüllt – und zwar gleich in die Flaschen, in denen es bei uns auf den Tisch kommt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.05.2012
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: aid: Die Aufbereitung von Mineral- und Tafelwasser
  • Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM)
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