Potenzieren

Bei den in der Homöopathie verwendeten Ausgangsstoffen handelt es sich zum überwiegenden Teil um Pflanzen. Es werden aber auch Mineralien, Metalle und sogar tierische Produkte verwendet. Die Ausgangsstoffe sind oft giftig (Tollkirsche, Arsen, Bienengift) und erzeugen dosisabhängig Nebenwirkungen. Homöopathisch aufbereitet werden die Ausgangsstoffe nur in sehr geringer Menge verabreicht. Es wird den neuen Mischungen aber durch die intensive Verschüttelung oder Verreibung eine neue Kraft vermittelt: man spricht von "Potenzieren" oder auch "Dynamisieren". Potenzieren kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Leistung steigern", Dynamisieren aus dem Griechischen und bedeutet "Kraft erhöhen".

Es wird also in der Homöopathie nicht einfach "verdünnt", sondern die Ausgangssubstanz (z. B. Urtinktur) in einzelnen Schritten zumeist 1 : 10 (D-Potenz/Dezimal-Potenz) oder 1 : 100 (C-Potenz/ Centesimal-Potenz) aufbereitet.

Beispiele:
  • Belladonna D 4 Tropfen sind demnach 4 mal stufenweise intensiv 1 : 10 mit Alkohol/Wasser "verschüttelt"
  • Aconitum C 6 Tabletten sind 6 mal stufenweise intensiv 1 : 100 mit Milchzucker verrieben und dann zu Tabletten gepresst.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 28.04.2011
  • Autor/in: vitanet.de
  • Quellen: G. Köhler: Lehrbuch der Homöopathie, Hippokrates Verlag 1998
  • R. Sonntag, G. Lang: Homöopathie in der Apotheke, Barthel
  • Homöopathisches Repetitorium, DHU Karlsruhe 2002
  • K. Stauffer, K.-H. Gebhardt: Stauffers homöopathisches Taschenbuch, Haug Verlag 1986
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