Thymian – Heilpflanze bei Husten und Mundgeruch

Die Heilpflanze Thymian hilft bei Husten, Bronchitis und Mundschleimhautentzündung. Bei juckenden Hauterkrankungen wirkt die Heilpflanze als Vollbad beruhigend. Außerdem kann Thymian zum Würzen deftiger Speisen verwendet werden.

Thymian © Thinkstock
Der Echte Thymian ist ein stark aromatischer, buschiger Zwergstrauch (bis 30 Zentimeter hoch) mit verholzten Zweigen. Die am Rand eingerollten immergrünen Blätter sind an der Unterseite weißfilzig behaart und an den Rändern eingerollt. Die kleinen, schmalen Lippenblüten sind hellviolett oder weißlich und stehen in Quirlen. Je nach Standort und Rasse der Pflanze gibt es verschiedene Typen, die sich in der Zusammensetzung ihres ätherischen Öls stark voneinander unterscheiden. Der Echte Thymian wird ebenso wie zum Beispiel der Zitronenthymian (T. x citriodorus), der Gemeine Thymian (T. pulegioides) und Sand-Thymian (Z. serpyllum) in der Küche als Gewürz verwendet.

Medizinisch relevant sind die von den Stängeln abgestreiften Blätter und Blüten des Echten Thymians und des Spanischen Thymians (Thymus zygis L.). Nach dem Arzneibuch ist bei geprüfter Ware ein Mindestgehalt von 1,2% an ätherischem Öl und 0,5% an Phenolen - berechnet als Thymol - vorgeschrieben.

Deutscher Name:
Thymian
Botanischer Name:
Thymus vulgaris
Familie:
Lippenblütengewächse (Lamiaceae = Labiatae)
Blütezeit:
Juli bis September
Herkunft:
Mittel- und Südeuropa, Balkanländern und Kaukasus

Anwendungsgebiete von Thymian

Dosierung und Anwendung von Thymian

Thymian © GNU, CCThymian mit Blättern und Blüten
Tee:
Ein Teelöffel getrocknetes Thymiankraut (etwa 1,4 Gramm) mit 150 Milliliter Wasser kalt ansetzen, aufkochen, 10 Minuten bedeckt ziehen lassen. Täglich 3 Tassen frischen Tee mäßig warm (bei Husten mit Honig gesüßt) trinken.

Bäder:
Für ein Vollbad 500 Gramm Thymiankraut in 4 Liter Wasser aufkochen, abseihen und dem Badewasser zugeben.

Thymian ist Bestandteil zahlreicher Hustensäfte.

Auch als Gewürz für Fleisch zu verwenden.

Wirkungen

In dem blühenden Thymiankraut (Thymi herba) befindet sich Thymol, ein ätherisches Öl. Außerdem besitzt die Pflanze Bitter- und Gerbstoffe. Das ätherische Öl wird zum größten Teil über die Lungen ausgeschieden und wirkt somit schleimlösend und krampflösend bei Katarrhen der Atemwege, Bronchitis und bei Reizhusten (Keuchhusten). Im Magen-Darm-Trakt wirkt es stark keimtötend.

Hinweis

Wegen des Thymols können bei empfindlichen Personen bei Langzeitbehandlung oder höheren Dosen Magenbeschwerden auftreten.

Immer einen Arzt hinzuziehen, wenn es sich um heftige Erkältungskrankheiten und Husten bei Säuglingen und Kleinkindern handelt!

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber Lippenblütengewächsen! Personen mit bekannter Birkenpollen oder Sellerieallergie sollten Thymianzubereitungen meiden.

Bei länger als einer Woche andauernder oder immer wieder auftretenden Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden!

Schwangerschaft und Stillzeit: Nur nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.11.2014
  • Autor/in: vitanet.de
  • Quellen: Heil-Pflanzen Lexikon, H. Braun und D. Frohne, Gustav Fischer Verlag, 6. Aufl., 1994
  • Schwester Bernardines große Naturapotheke, H. Lichtenstein, J. Volak, J. Stodola, Mosaik-Verlag, 1983
  • www.heilpflanzen-katalog.de