Teufelskralle – Heilpflanze bei Rückenschmerzen und Gelenkerkrankungen

Die getrocknete Wurzel der Heilpflanze Teufelskralle wird bei entzündlichen Gelenkerkrankungen, Rückenschmerzen und Hexenschuss verwendet. Weiterhin wirkt die Pflanze anregend bei Appetitlosigkeit und beruhigend bei Verdauungsbeschwerden.

Teufelskralle © vitapublic/GNU, CC
Die krautige Pflanze entwickelt bis zu 2 Meter lange Triebe. In der Regenzeit treibt die Pflanze aus und bildet leuchtend rotviolette Blüten. Die Hauptwurzel bildet dann lange Sprossen, die auf dem Erdboden liegen und Knollen (sekundäre Speicherwurzeln) bilden. Die auffallend großen Blüten sind hellrosa bis purpurrot gefärbt. Die Früchte verholzen zu bizarren Gebilden mit spitzen Widerhaken, worauf sich der Name der Pflanze bezieht.

Medizinisch verwendet werden die zerkleinerten und getrockneten Sekundärwurzeln, die bis zu 600 Gramm schwer werden können. Über die Inhaltsstoffe der oberirdischen Teile ist wenig bekannt.

Deutscher Name
: Teufelskralle
Botanischer Name: Harpagophytum procumbens
Familie: Sesamgewächse (Pedaliaceae)
Herkunft: Savannen der Kalahari Namibias und Südafrikas

Anwendungsgebiete von Teufelskralle

Dosierung und Anwendung von Teufelskralle

Der Extrakt aus den Wurzeln gelangt als Tee, Kapsel, Tablette, Tinktur oder Salbe in den Handel.

Tee:
Ein Teelöffel (zirka 4,5 Gramm) getrocknete, zerkleinerte Teufelskrallenwurzel mit etwa 300ml kochendem Wasser übergießen und 8 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen. Nach dem Abseihen wird der Auszug in drei Portionen geteilt und über den Tag verteilt getrunken.

Zur Behandlung von Verdauungsstörungen nimmt man als Tagesdosis 1,5 Gramm Droge. Der Auszug wird eine halbe Stunde vor dem Essen getrunken.

Zu beachten ist, dass die Wirkung der Teufelskrallenwurzel erst nach einer regelmäßigen Einnahme über ungefähr drei Wochen eintritt. Zur Behandlung akuter Schmerzzustände ist die Teufelskrallenwurzel also nicht geeignet. Die Droge sollte kühl und lichtgeschützt aufgewahrt werden.

Wirkungen

Inhaltsstoffe der Teufelskralle sind Bitterstoffe, vor allem Harpagosid, sowie Flavonoide und Acteosid. Sie wirken entzündungshemmend, abschwellend und schwach schmerzlindernd. Außerdem hemmt sie eiweißabbauende Enzyme in der Matrix des Gelenkknorpels und wird deshalb bei der Behandlung von Arthrose eingesetzt. Bei Verdauungsbeschwerden dient die Teufelskralle der Förderung der Magensäure- und Gallenproduktion. Es kommt zu einer Stimulierung von Leber und Bauchspeicheldrüse, was den Cholesterinspiegel senkt.

Hinweis

Wegen mangelnder Erfahrungen dürfen Teufelskrallenpräparate bei schwangeren Frauen, stillenden Müttern und Kindern unter zwölf Jahren nicht angewandt werden.

Bei akuten Beschwerden an Gelenken, die mit Rötung, Schwellung oder Überwärmung einhergehen, ist ein Arzt aufzusuchen.

Nicht anwenden bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren!

Bei Gallensteinleiden, Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen oder Personen, die Mittel zur Hemmung der Blutgerinnung einnehmen, sollten Präparate aus der Teufelskralle nur nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden!

Nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt über einen längeren Zeitraum anwenden!
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.11.2014
  • Autor/in: vitanet.de
  • Quellen: Heil-Pflanzen Lexikon, H. Braun und D. Frohne, Gustav Fischer Verlag, 6. Aufl., 1994
  • Schwester Bernardines große Naturapotheke, H. Lichtenstein, J. Volak, J. Stodola, Mosaik-Verlag, 1983
  • www.heilpflanzen-katalog.de