Tausendgüldenkraut – Heilpflanze bei Fieber und Appetitlosigkeit

Die Heilpflanze Tausendgüldenkraut hilft bei Verdauungsstörungen, Fieber und Erkältung. Außerdem wirkt sie beruhigend bei nervösen Erschöpfungszuständen und anregend bei Appetitlosigkeit. In der Naturheilkunde wird das rasch getrocknete, blühende Kraut verwendet.

Tausendgüldenkraut © Thinkstock
Das Tausendgüldenkraut ist ein ein- oder zweijähriges kahles Kraut mit zarten Wurzeln. Die Pflanze wird bis zu 50 Zentimeter hoch. Im ersten Jahr erscheint eine grundständige Blattrosette, erst im zweiten Jahr bildet sich ein aufrechter, nach oben verzweigter, vierkantiger, Blütentragender Stängel. Die hellrosa bis roten, selten weißen Blüten bilden eine Trugdolde.

Medizinisch verwendet wird das rasch getrocknete, blühende Kraut.

Deutscher Name
: Tausendgüldenkraut
Botanischer Name: Centaurium erythraea
Familie: Enziangewächse (Gentianaceae)
Blütezeit: Juni bis September
Herkunft: Europa, Nordafrika, Nordamerika, westliches Asien

Anwendungsgebiete von Tausendgüldenkraut

Dosierung und Anwendung von Tausendgüldenkraut

Tausendgüldenkraut © GNU, CCTausendgüldenkraut mit Blüten
Tee:
1 Teelöffel (zirka 1,8 Gramm) zerkleinertes Tausendgüldenkraut wird mit 150ml siedendem Wasser übergossen und nach 15 Minuten abgeseiht. 2- bis 3-mal täglich zur Appetitanregung eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten - zur Behandlung von Verdauungsstörungen nach den Mahlzeiten - eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken.

Mittlere Tagesdosis: 6 Gramm getrocknetes Tausendgüldenkraut.

Tausendgüldenkrautwein:

Je 30 Gramm Droge von Tausendgüldenkraut und Pfefferminze und 1 Zitrone werden mit 1 Liter Weißwein angesetzt und nach etwa 14 Tagen abgeseiht. Anstelle des Tees in kleinen Mengen vor dem Essen trinken.

Fertigpräparate:
Extrakte, Tinkturen aus der Apotheke (zum Beispiel Tinktura amara: 30 Tropfen vor den Mahlzeiten).

Wirkungen

Tausendglüldenkraut enthält unter anderem die sehr bitter schmeckenden Iridoide sowie Secoiridoidalkaloide und Xanthone. Die Hauptwirkstoffe befinden sich im blühenden Kraut (Centaurii herba). In den Blüten und Stängeln (weniger in den Blättern) befinden sich die Bitterstoffe. Darüber hinaus besitzt die Pflanze ätherische Öle und Flavonoide.

Hinweis

Wegen der Anregung der Magensäuresekretion sollte Tausendgüldenkraut nicht bei Magen- oder Darmgeschwüren verwendet werden!

Bei akuten Beschwerden, die länger als eine Woche anhalten oder periodisch wiederkehren, wird die Rücksprache mit dem Arzt empfohlen.

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine Nebenwirkungen oder Risiken bekannt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.11.2014
  • Autor/in: vitanet.de
  • Quellen: Heil-Pflanzen Lexikon, H. Braun und D. Frohne, Gustav Fischer Verlag, 6. Aufl., 1994
  • Schwester Bernardines große Naturapotheke, H. Lichtenstein, J. Volak, J. Stodola, Mosaik-Verlag, 1983
  • www.heilpflanzen-katalog.de
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