Spitzwegerich – Heilpflanze bei Bronchitis und Husten

Anwendungsgebiete der Heilpflanze Spitzwegerich sind Husten, Bronchitis und Katarrhe der Atemwege. Außerdem hilft die Pflanze bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut und bei entzündlichen Hauterkrankungen. Die heilende Wirkung wird, den zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Pflanzenteilen, zugeschrieben.

Spitzwegerich © Thinkstock
Die 5 bis 50 Zentimeter hohe Pflanze hat schmale, lanzettlich geformte Laubblätter, die am Boden in Form einer Rosette angeordnet sind. Die Blüten sind unscheinbar und wachsen in dichter Ähre auf einem bis zu 40 Zentimeter hohen Schaft. Die Staubfäden sind weiß und lang herausragend. Medizinisch verwendet werden die zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Pflanzenteile.

Deutscher Name
: Spitzwegerich
Botanischer Name: Plantago lanceolata
Familie: Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
Blütezeit: Mai bis September
Herkunft:
Europa, Nord- und Mittelasien in den kühl gemäßigten Zonen

Anwendungsgebiete von Spitzwegerich

Spitzwegerich © GNU, CCSpitzwegerich mit Blüten
Tee:
2 Teelöffel (zirka 2 Gramm) zerkleinerte Droge werden mit 150 Milliliter Wasser kalt angesetzt, kurz aufgekocht und nach 15 Minuten abgeseiht. Man trinkt dreimal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee.
Mittlere Tagesdosis: 3-6 Gramm Droge

Fertigpräparate, Spitzwegerichsirup. Presssaft äußerlich als Wundheilmittel bei Haut- und Schleimhautentzündungen.

Wirkungen

Die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe befinden sich im Spitzwegerichkraut (Plantaginis herba). Es enthält Schleim- und Bitterstoffe, Gerbstoffe, das Glykosid Aucubin, Flavonoide, Kalium, Kieselsäure und keimhemmende Stoffe (wahrscheinlich nur im Presssaft wirksam). Die Wirkung ist antiseptisch und reizlindernd bei Katarrhen der Atmungsorgane. Presssaft des frischen Krauts findet auch Verwendung als Wundheilmittel und gegen Insektenstiche.

Hinweis

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine Nebenwirkungen oder Risiken bekannt.

Bei akuten Beschwerden, die länger als eine Woche andauern oder immer wieder kehren, soll ein Arzt aufgesucht werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.11.2014
  • Autor/in: vitanet.de
  • Quellen: Heil-Pflanzen Lexikon, H. Braun und D. Frohne, Gustav Fischer Verlag, 6. Aufl., 1994
  • Schwester Bernardines große Naturapotheke, H. Lichtenstein, J. Volak, J. Stodola, Mosaik-Verlag, 1983
  • www.heilpflanzen-katalog.de