Salbei – Heilpflanze bei Verdauungsbeschwerden und für die Wechseljahre

Die Heilpflanze Salbei hilft bei Verdauungsbeschwerden, Alzheimererkrankungen und Wechseljahrsbeschwerden. Äußerlich wird Salbei bei Zahnfleisch- und Halsentzündungen angewendet. Die Salbeiblätter wirken, als Tee zum Gurgeln zubereitet, entzündungshemmend bei Mund- und Rachenraumerkrankungen.

Salbei © Thinkstock
Der Echte Salbei ist ein stark aromatischer, verzweigter Halbstrauch mit einer Höhe von bis zu 50 Zentimeter. Die Blätter sind schmal, gestielt, fein runzlig, graufilzig, überwinternd. Die meist blauvioletten Lippenblüten sind 2-3 Zentimeter lang und bilden mit mehreren 4- bis 8-blütigen Gruppen eine unterbrochene Ähre. Salbeiblätter werden frisch oder getrocknet als Gewürz für Fleischgerichte verwendet. Durch seine antioxidativen und antimikrobiellen Eigenschaften wirkt Salbei konservierend und beugt dem Ranzigwerden von Fetten vor. Zu medizinischen Zwecken werden ebenfalls die Blätter verwendet.

Deutscher Name
: Salbei
Botanischer Name: Salvia officinalis
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Blütezeit: Mai bis Juli
Herkunft:
Mittelmeergebiet

Anwendungsgebiete von Salbei

Salbei © GNU, CCBlüten und Blätter von Salbei
Äußerlich: Innerlich: Achtung: Höhere Dosen und längere innerliche Anwendung vermeiden, da die Gefahr epilepsieähnlicher Krämpfe besteht!

Dosierung und Anwendung von Salbei

Tee:
1 bis 1,5 Gramm Salbeiblätter (zirka 1 Teelöffel) mit 150 Milliliter heißem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden wird eine Tasse frisch bereiteter Tee eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten getrunken. Zur Behandlung gegen Nachtschweiß eine Tasse erkalteten Tee 2 Stunden vor dem Schlafengehen trinken.

Für die Zubereitung von Tee zum Gurgeln oder zur Mundspülung nimmt man 2,5 Gramm Droge auf 100 Milliliter Wasser.

Salbeitinktur:
Zum Gurgeln 5 Gramm alkoholischer Auszug auf eine Tasse Wasser.

Zum Pinseln des Zahnfleischs: Unverdünnt

Ätherisches Öl: Zum Einnehmen: 1-2 Tropfen auf eine Tasse Wasser

Zum Gurgeln: 2-3 Tropfen auf 100 Milliliter Wasser

Tagesdosis: Entsprechend 4 bis 6 Gramm Salbeiblätter

Besondere Anwendung:
Äußerlich ist der Tee ein hervorragendes Mittel zum Gurgeln bei Entzündungen des Mund- und Rachenraumes. Salbeitinktur (aus der Apotheke) wirkt gegen übermäßige Schweißabsonderung und ist zum Gurgeln geeignet. Als Gewürz kann man Salbei zu fetten Fleischgerichten empfehlen.

Wirkungen

In den Salbeiblättern (Salviae folium) stecken die meisten Wirkstoffe: ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe und Flavonoide. Die angegebenen Wirkungen beruhen überwiegend auf Erfahrungswerten und sind meist nicht durch objektive Untersuchungen belegt!

Der wertbestimmende Anteil der Pflanze ist das ätherische Öl mit den Hauptbestandteilen Thujon, Cineol und Campher, dessen Menge und Zusammensetzung allerdings sehr stark durch klimatische Bedingungen und Erntezeitpunkt beeinflusst werden. Ferner enthalten die Blätter sogenannte Labiatengerbstoffe wie Rosmarinsäure, diterpenoide Bitterstoffe wie Carnosolsäure, Flavonoide und Triterpene wie Ursolsäure.

Salbeitee oder Zubereitungen aus Salbei sind ein ausgezeichnetes Mittel gegen Entzündungen im Mund- und Rachenraum aller Art. Das ätherische Öl wirkt bei äußerlicher Anwendung antiviral, wachstumshemmend auf Bakterien und Pilze. Die entzündungshemmende Wirkung wird auf die Ursolsäure zurückgeführt.

Das Thujon besitzt bei höherer Dosierung toxische Wirkungen. Daher sollte man Salbeitee oder Zubereitungen aus Salbei nicht in höheren Dosen oder über längere Zeiträume einnehmen.

Hinweis

Reines ätherisches Öl und Tinktur nicht während der Schwangerschaft anwenden.

Nicht in größeren Mengen oder über längere Zeit einnehmen! Bei Überdosierungen (mehr als 15 Gramm Salbeiblätter pro Tag) oder der Einnahme insbesondere des ätherischen Öls oder alkoholischer Extrakte über längere Zeit können toxische Wirkungen des Thujons auftreten. Diese äußern sich in beschleunigtem Herzschlag, Hitzegefühl, Krämpfen und Schwindelgefühl.

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine Nebenwirkungen oder Risiken zu erwarten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.11.2014
  • Autor/in: vitanet.de
  • Quellen: Heil-Pflanzen Lexikon, H. Braun und D. Frohne, Gustav Fischer Verlag, 6. Aufl., 1994
  • Schwester Bernardines große Naturapotheke, H. Lichtenstein, J. Volak, J. Stodola, Mosaik-Verlag, 1983
  • www.heilpflanzen-katalog.de
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