Ringelblume – Heilpflanze bei Zerrungen und Verbrennungen

Die einjährige Heilpflanze Ringelblume wird bei Mund- und Rachenraumentzündungen, schlecht heilenden Wunden und leichten Verbrennungen angewendet. Außerdem hilft Ringelblume bei Zerrungen, Blutergüssen, und venösen Gefäßerkrankungen (Krampfadern). In vielen Hautpflegeprodukten finden sich zudem Extrakte der Ringelblume.

Ringelblume © Thinkstock
Die Ringelblume ist eine einjährige, bis 50 Zentimeiter hohe, harzig duftende Pflanze mit ästigem, filzig behaartem Stängel. Dieser ist oft reich verzweigt und bildet ein 5 bis 7cm großes Blütenköpfchen, das gefüllt oder nicht gefüllt und von hellgelber bis dunkeloranger Farbe sein kann. Die Laubblätter sind hellgrün, ungeteilt, zungenförmig und filzig behaart. In vielen Gärten findet sie sich auch als Zierpflanze, da sie den ganzen Sommer hindurch blüht. Nach dem Pflücken riecht sie unangenehm.

Medizinisch verwendet werden die nach dem völligen Öffnen der Blüten gesammelten, vom Blütenboden abgetrennten Zungenblüten gefüllter, orangefarbener Sorten.

Deutscher Name: Ringelblume
Botanischer Name: Calendula officinalis
Familie: Korbblütler (Asteraceae = Compositae)
Blütezeit: Juni bis Spätherbst
Herkunft:
Mittel-, Süd- und Osteuropa

Anwendungsgebiete von Ringelblume

Ringelblume © GNU, CCBlüten und Blätter der Ringelblume
Auszüge aus Ringelblumenblüten werden angewandt bei: Kosmetik: Weiterhin finden sich Extrakte in vielen kosmetischen Produkten zur Hautpflege.

Dosierung und Anwendung von Ringelblume

Tee:
2 gehäufte Teelöffel (2 Gramm) Ringelblumen mit 150 Milliliter kochendem Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. 2- bis 3-mal täglich eine Tasse Tee trinken. Äußerlich auch anwendbar für feuchte Umschläge.

Äußerliche Anwendungen:
Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum wird mit dem noch warmen Tee mehrmals täglich gegurgelt oder gespült.

Zur Wundbehandlung wird mit dem Tee ein sauberes, fusselfreies Tuch oder eine sterile Kompresse getränkt und auf die Wunde gelegt. Die Umschläge mehrmals täglich wechseln.

Äußerlich als "Ringelblumensalbe" oder Tinktur (1 Teil Droge in 10 Teilen 70-prozentigem Alkohol) bei schlecht heilenden Wunden und eitrigen Geschwüren, Nagelbettentzündungen, Blutergüssen, Zerrungen, Quetschungen, entzündlichen Venenerkrankungen.

Wirkungen

Die Wirkstoffe der Pflanze finden sich vor allem in den Ringelblumenblüten. Es sind Triterpensaponine, freie oder veresterte Triterpenalkohole, Carotinoide und Xanthophylle, Flavonoide, ätherisches Öl und wasserlösliche Polysaccharide.
Ringelblumenblüten wirken entzündungshemmend, antimikrobiell und fördern die Wundheilung.

Hinweis

Nicht verwendet werden sollten Ringelblumen bei einer Überempfindlichkeit gegenüber Korbblütlern! Ringelblumen selbst können vor allem bei längerer äußerlicher Anwendung Allergien auslösen und zu Kontaktekzemen führen. Daher sollte die Anwendung unterbrochen werden, wenn keine Besserung eintritt.

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind bisher keine Nebenwirkungen bekannt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.11.2014
  • Autor/in: vitanet.de
  • Quellen: Heil-Pflanzen Lexikon, H. Braun und D. Frohne, Gustav Fischer Verlag, 6. Aufl., 1994
  • Schwester Bernardines große Naturapotheke, H. Lichtenstein, J. Volak, J. Stodola, Mosaik-Verlag, 1983
  • www.heilpflanzen-katalog.de
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