Pestwurz – Heilpflanze bei Migräne und Geschwüren

Innerlich wird die Heilpflanze Pestwurz bei krampfartigen Beschwerden der ableitenden Harnwege und bei Migräne verwendet. Äußerlich kommt sie bei Wunden und Geschwüren zur Anwendung. Von selbst zubereiteten Tees wird bei dieser Heilpflanze abgeraten. Nur industriell hergestellte Pflanzenextrakte sind unbedenklich.

Pestwurz © GNU, CC
Die Pestwurz ist eine mehrjährige krautige Pflanze mit großen, grundständigen, gestielten Blättern. Sie ist zweihäusig oder einhäusig. Die Blüten sind eingeschlechtig oder zwittrig und erscheinen an schuppigen Stängeln vor den Blättern. Die Blätter einiger Arten werden 30 bis 60 Zentimeter (manchmal bis zu 100 Zentimeter) breit und sind die breitesten der heimischen Flora.

Der Name Petasites wurde von Dioskurides geprägt, der die Blätter mit einem breitkrempigen Hut (griech. pefasos) verglich. Im Mittelalter diente die Pflanze vor allem wegen ihrer schweißtreibenden Wirkung als bestes Mittel gegen die Pest, die häufig mit Schwitzkuren therapiert wurde. Daher stammt auch die Bezeichnung Pestwurz.

Deutscher Name: Pestwurz
Botanischer Name: Petasites hybridus
Familie: Korbblütler (Asteraceae = Compositae)
Herkunft: Europa und Nord- beziehungsweise Westasien

Anwendungsgebiete von Pestwurz

Innerlich:
  • krampfartigen Beschwerden der ableitenden Harnwege
  • Migräne
Äußerlich:
Pestwurz © ThinkstockHeilpflanze Pestwurz
Bestimmte Inhaltsstoffe der Pflanze (Pyrrolizidinalkaloide) wirken leberschädigend und möglicherweise krebserzeugend. Daher sollten nur industriell hergestellte Extrakte aus dem Wurzelstock verwendet werden. Diese sind nahezu frei von den schädlichen Inhaltsstoffen. Die Anwendungsdauer ist auf vier bis sechs Wochen pro Jahr zu begrenzen.

Dosierung und Anwendung von Pestwurz

Laut Gebrauchsanweisungen der Fertigarzneimittel. Die Anwendungsdauer sollte vier bis sechs Wochen pro Jahr nicht überschreiten.

Hinweis

Wegen des Gehaltes an leberschädigenden und kanzerogenen Inhaltsstoffen (Pyrrolizidinalkaloide) wird von der Anwendung der Pflanze als Tee abgeraten. Nur industriell hergestellte Pflanzenextrakte, die aus speziell gezüchteten Pflanzen gewonnen werden und fast frei von Pyrrolizidinalkaloiden sind, sollten verwendet werden.

Nicht während der Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden!

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine Nebenwirkungen bekannt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.11.2014
  • Autor/in: vitanet.de
  • Quellen: Heil-Pflanzen Lexikon, H. Braun und D. Frohne, Gustav Fischer Verlag, 6. Aufl., 1994
  • Schwester Bernardines große Naturapotheke, H. Lichtenstein, J. Volak, J. Stodola, Mosaik-Verlag, 1983
  • www.heilpflanzen-katalog.de
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