Kürbiskerne – Heilpflanze für Prostata und Herz

Der Kürbis, die „Heilpflanze des Jahres 2005“ wirkt entzündungshemmend, harntreibend und entwässernd. Die Wirkstoffe im Kürbisfleisch und in den Kernen helfen außerdem bei Blasenschwäche, Prostataleiden und Magen- Darmerkrankungen. Auch bei Herz- und Nierenleiden wird Kürbis verwendet.

Kürbiskerne © vitapublic/Thinkstock
Der Kürbis ist eine einjährige, einhäusige (monöcische) Kulturpflanze mit kriechenden oder rankenden, drei bis acht Meter langen Stängeln. Die großen, fünflappigen Laubblätter sind herzförmig und gestielt. Die glockenförmigem Blüten sind hell- bis goldgelb gefärbt. Die großen Früchte enthalten zahlreiche, abgeflachte Samen und stellen botanisch gesehen eine Beere dar.

Kürbis wird heute überall als Gemüse und Zierpflanze angebaut. Zierkürbisse sind keinesfalls zum Verzehr geeignet und haben auch keine Heilkraft. Sie enthalten den Giftstoff Cucurbitacin. Dieser beschert Übelkeit, Erbrechen und Magenkrämpfe. Das Fruchtfleisch wird in der Küche zu Suppen oder Kuchen verarbeitet oder süß-sauer eingelegt. Medizinisch verwendet werden die Samen vor allem von weichschaligen Ölkürbiskultivaren (zum Beispiel C. pepo L. convar. Pepo NAUD., var. styriaca = Steirischer Ölkürbis).

Deutscher Name
: Kürbiskerne
Botanischer Name: Cucurbita pepo
Familie: Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)
Herkunft:
Ursprünglich aus Nordamerika stammend wird der Kürbis mittlerweile auf der ganzen Welt kultiviert.

Anwendungsgebiete von Kürbiskernen

Im Jahr 2005 wurde der Kürbis zur "Heilpflanze des Jahres" gewählt. Dies hat durchaus seine Berechtigung: Die Wirkstoffe im Kürbisfleisch und in den Kernen wirken:
Kürbis © ThinkstockGrüner Kürbis
  • entzündungshemmend
  • harntreibend
  • entwässernd
Als Arzneimittel helfen die Wirkstoffe vor allem bei:

Dosierung und Anwendung von Kürbiskernen

Kürbissamen:
1 bis 2 gehäufte Esslöffel geschälter und gemahlener oder zerkauter Samen werden mit etwas Flüssigkeit eingenommen. Erfahrungsgemäß ist eine Anwendung über Wochen oder Monate notwendig.

Zubereitungen:

Entsprechend Gebrauchsinformationen der Arzneimittelhersteller.

Als Hausmittelchen:
  • Zwei Teelöffel Kürbiskernöl pur eingenommen gegen Verstopfung
  • etwas von dem Öl mit Zucker in der Pfanne karamellisiert ist ein gutes Hustenmittel
  • Kürbiskernöl von innen und außen (einnehmen und einreiben) soll ein Geheimtipp gegen Cellulite sein!

Wirkungen

Kürbissamen enthalten bis zu 50 Prozent fette Öle (Ölsäure, Linolsäure und Linolensäure), Phytosterolen (beta-Sitosterol), Vitamin E, die Spurenelemente Selen, Mangan, Zink und Kupfer und Aminosäuren. Art und Menge der Inhaltsstoffe sind sortenabhängig.

Durch den Gehalt an beta-Sitosterol werden Beschwerden einer benignen Prostatahyperplasie, das heißt einer altersbedingten, gutartigen Vergrößerung der Vorsteherdrüse im Stadium I und II, gelindert. Dieser Effekt wird durch eine wassertreibende und entzündungshemmende Wirkung ergänzt. Die Einnahme von Kürbissamen lindert die Beschwerden beim Wasserlassen. Die Größe der Prostata bleibt jedoch unbeeinflusst. Eine Kombination mit Brennesselwurzel und/oder Sabalfrüchten kann sinnvoll sein.

Obwohl wissenschaftlich nicht zweifelsfrei belegt, kann die Wirksamkeit von Kürbissamen bei Reizblase und prostatabedingten Störungen beim Wasserlassen als gesichert gelten.

Das Fruchtfleisch der essbaren Kürbisse ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen und eignet sich für Suppen, Kuchen, Brot und Chutneys.

Das echte Kürbiskernöl wird ausschließlich von einer Sorte Kürbis gewonnen, dem so genannten Ölkürbis, dessen Kerne grün und weichschalig sind. Kürbiskernöl ist ein kostbares Nahrungsmittel, welchem bei konstantem Genuss die gleichen heilenden Kräfte zugeschrieben werden. Kürbiskernöle eigenen sich auch zur Herstellung von pflegenden Kosmetikprodukten.

Hinweis

Sehr selten ist eine Kreuzallergie zu Zucchini (C. pepo giromotiina) bekannt geworden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.11.2014
  • Autor/in: vitanet.de
  • Quellen: Heil-Pflanzen Lexikon, H. Braun und D. Frohne, Gustav Fischer Verlag, 6. Aufl., 1994
  • Schwester Bernardines große Naturapotheke, H. Lichtenstein, J. Volak, J. Stodola, Mosaik-Verlag, 1983
  • www.heilpflanzen-katalog.de
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