Hauhechel – Heilpflanze bei Blasenentzündungen

Die lange Pfahlwurzel der Hauhechel wird häufig in Blasen- und Nierentee verarbeitet. Schmerzlindernd und beruhigend wirkt Hauhechel bei Harnwegsinfekten wie Blasenentzündung und zur Vorbeugung von Nierengrieß.

Dorniger Hauhechel © GNU, CC
Der dornige, etwa 50 Zentimeter große Halbstrauch besitzt schöne, rosafarbene Blüten und fällt durch seinen unangenehmen Geruch auf. Die Pflanze hat mehrere aufrecht wachsende Stängel, die dicht mit Dornen und Blättern besetzt sind. Verwendung findet die lange Pfahlwurzel, die im oberirdischen Bereich verholzt ist.

Deutscher Name
: Hauhechel
Botanischer Name: Ononis spinosa
Familie: Schmetterlingsblütengewächse (Fabaceae = Leguminosae)
Blütezeit: Juli bis Oktober
Herkunft: Europa, Westasien und Nordafrika

Anwendungsgebiete von Hauhechel

  • Harnwegsinfekte, wie Blasenentzündung
  • wassertreibendes Mittel
  • Vorbeugung von Nierengrieß
Hauhechel ist häufig Bestandteil von Blasen- und Nierentee. Wichtig ist die ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit.

Dosierung und Anwendung von Hauhechel

Hauhechel © vitapublic/GNU, CCHauhechel, Blüten und Früchte
Tee:
2 Teelöffel (2-4 Gramm) gut zerkleinerte Hauhechelwurzel mit 150 Milliliter kochendem Wasser übergiessen, anschließend warm halten und nach zirka 30 Minuten durch ein Teesieb geben. 2- bis 3-mal täglich zwischen den Mahlzeiten eine Tasse trinken. Anwendungsdauer: wenige Tage, da die Wirkung schnell nachlässt. Nach einigen Tagen Pause kann man die Anwendung wiederholen.
Tagesdosis: 6-12 Gramm

Wirkungen

Die Wurzel enthält Isoflavonoide, vor allem Ononin und Genistein. Daneben wenig Triterpene, wie Spinonin, und ätherisches Öl.

Die Isoflavonoide erhöhen die Wasserausscheidung über die Niere und spülen so Keime aus den Harnwegen heraus. Spinonin soll zudem das Wachstum von Bakterien hemmen.

Hinweis

Bei Ödemen (Wasseransammlungen im Körper) infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit darf Hauhechel nicht verwendet werden.

Während der Behandlung ausreichend Flüssigkeit (keine coffeinhaltigen oder alkoholischen Getränke) zuführen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.11.2014
  • Autor/in: vitanet.de
  • Quellen: Heil-Pflanzen Lexikon, H. Braun und D. Frohne, Gustav Fischer Verlag, 6. Aufl., 1994
  • Schwester Bernardines große Naturapotheke, H. Lichtenstein, J. Volak, J. Stodola, Mosaik-Verlag, 1983
  • www.heilpflanzen-katalog.de