Ginseng – Heilpflanze bei Stress und Erschöpfung

Die getrockneten Wurzeln der mehrjährigen Heilpflanze Ginseng werden zur Steigerung des Reaktions- und Leistungsvermögens sowie zur Stärkung des Immunsystems angewendet. Als Ginsengtee zubereitet wirkt sie gegen Stress und Erschöpfung.

Ginseng © Thinkstock
Der Ginseng ist eine bis zu 80 Zentimeter hoch wachsende Pflanze mit kahlem Stängel. Daran wachsen langstielige, fünfzählig gefingerte Blätter, die quirlig angeordnet sind. Die kleinen, weißlich-grünlichen Blüten stehen in Dolden und bilden scharlachrote, glänzende Steinfrüchte.

Medizinisch werden die getrockneten Wurzeln der 4 bis 7 Jahre alten Pflanzen verwendet. Je nach Bearbeitung unterscheidet man zwei Sorten:
  • weiße Ginseng (geschält, gebleicht, getrocknet)
  • rote Ginseng (frisch geerntete Wurzel mit Wasserdampf behandelt, getrocknet)
Nach Herkunftsland werden die Sorten eingeteilt in Chinesischer (aus Wildvorkommen oder Kulturanbau), Koreanischer oder Japanischer Ginseng, wobei dem koreanischen die größte Bedeutung zukommt.

Deutscher Name: Ginseng
Botanischer Name: Panax ginseng
Familie: Efeugewächse (Aaliaceae)
Herkunft: Korea, China, Japan

Anwendungsgebiete von Ginseng

Ginseng © ThinkstockGinseng Stängel und Wurzel
  • Steigerung des Reaktions- und Leistungsvermögens
  • Stress, Erschöpfungssyndrom
  • Stärkt das Immunsystem
Der Ginseng wird schon seit Jahrtausenden in der chinesischen Medizin verwendet. Mit seiner Hilfe sollen die Abwehrkräfte des Organismus, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit gesteigert werden. Durch Ginseng kann allerdings nicht die sportliche Leistungsfähigkeit Gesunder verbessert werden!

Weiterhin werden blutzuckersenkende und blutgerinnungshemmende Wirkungen beschrieben.

Als Prophylaktikum sollte Ginseng über längere Zeit (bis 3 Monate) eingenommen werden. Die Wirkung macht sich nur allmählich bemerkbar.

Dosierung und Anwendung von Ginseng

Tagesdosis: 1-2 Gramm Ginseng

Empfehlenswert ist die Verwendung standardisierter Fertigpräparate mit einer Tagesdosis von 15 Milligramm Ginsenosiden.

Wirkungen

Ginseng enthält Triterpensaponine (Ginsenoside) und wenig ätherisches Öl. Die Zusammensetzung und Gehalt variieren mit Anbaugebiet, Alter der Pflanze und Art der Behandlung, so dass sich Präparate ohne genaue Angabe der verwendeten Qualität praktisch nicht vergleichen lassen.

Hinweis

Nicht anwenden: Nicht länger als 3 Monate anwenden!

Personen mit chronischen Grunderkrankungen, wie Diabetes oder Bluthockdruck sollten Ginsengpräparate nicht ohne ärztlichen Rat einnehmen.

Ginseng sollte mindestens eine Woche vor Operationen abgesetzt werden.

Die Einnahme von Ginseng kann zu Schlafstörungen, Magen-Darm-Beschwerden, vaginalen Blutungen oder Bluthochdruck führen. Diese Beschwerden sind selten und treten meist nach hoher Dosierung oder einer langen Behandlungsdauer auf. Da nicht auszuschließen ist, dass Ginseng mit anderen Medikamenten Wechselwirkungen verursacht, sollte vor der Einnahme ein Arzt zu Rate gezogen werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.11.2014
  • Autor/in: vitanet.de
  • Quellen: Heil-Pflanzen Lexikon, H. Braun und D. Frohne, Gustav Fischer Verlag, 6. Aufl., 1994
  • Schwester Bernardines große Naturapotheke, H. Lichtenstein, J. Volak, J. Stodola, Mosaik-Verlag, 1983
  • www.heilpflanzen-katalog.de
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