Enzian – Heilpflanze bei Appetitlosigkeit und Blähungen

Eine heilende Wirkung wird der Wurzel des Gelben Enzians zugeschrieben. Angewendet wird er hauptsächlich als Schleimlöser bei Nasennebenhöhlen- und Atemwegsentzündung und bei Appetitlosigkeit und Blähungen. Enziantee wirkt vor den Mahlzeiten appetitanregend.

blühender Enzian © GNU, CC
Bei Enzian fällt einem gleich der blaublühende Enzian ein. Für medizinische Zwecke wird jedoch die Wurzel des Gelben Enzians verwendet. Der Gelbe Enzian kann bis 1,5 Meter hoch werden und besitzt große, goldgelbe, in Trugdolden stehende Blüten. Zu seinem Erscheinungsbild gehören ein hohler aufrechter Stängel und eine armdicke Wurzel. Die Frucht ist eine spitzkegelförmige Kapsel.

Deutscher Name: Enzian
Botanischer Name: Gentiana lutea
Familie:
Enziangewächse (Gentianaceae)
Blütezeit:
Juni bis August
Herkunft:
Mitteleuropäische Gebirgsregionen. Die Pflanze steht in Deutschland unter Naturschutz und darf nicht gesammelt werden.

Anwendungsgebiete von Enzian

Dosierung und Anwendung von Enzian

Enzian © GNU, CCGelber Enzian mit Blüten
Tee:
Ein halber Teelöffel (1 Gramm) Enzianwurzel wird mit 150 Milliliter siedendem Wasser übergossen und nach 5 bis 10 Minuten abgeseiht. Oder kalt ansetzen: ein halber Teelöffel Enzianwurzel (1 Gramm) mit 2 Glas Wasser 8 Stunden lang kalt ziehen und den Auszug 30 Minuten vor den Mahlzeiten trinken.  Zur Appetitanregung eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten, bei Verdauungsbeschwerden nach den Mahlzeiten eine Tasse kalten oder mäßig warmen Tee trinken. Tagesdosis: Entsprechend 2 bis 4 Gramm der Enzianwurzel.

Wirkungen

Die Wurzel enthält glykosidische Bitterstoffe der Secoiridoid-Reihe, wie Gentiopikrosid und Amarogentin. Letzteres ist vor allem für den bitteren Geschmack der Enziangewächse verantwortlich. Daneben stecken gelbe Farbstoffe (Xanthone), 30 bis 55% Kohlenhydrate (Glucose und Fructose) und wenig ätherisches Öl in der Knolle.

Hinweis

Personen mit Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren dürfen Enzianextrakte nicht zu sich nehmen. Bei Überdosierung sind Magenreizungen möglich.

Selten kann es zu Kopfschmerzen kommen.

Schwangere sollten auf die Einnahme von Enzian-Extrakten verzichten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.11.2014
  • Autor/in: vitanet.de
  • Quellen: Heil-Pflanzen Lexikon, H. Braun und D. Frohne, Gustav Fischer Verlag, 6. Aufl., 1994
  • Schwester Bernardines große Naturapotheke, H. Lichtenstein, J. Volak, J. Stodola, Mosaik-Verlag, 1983
  • www.heilpflanzen-katalog.de
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