Birke

Birken sind bis zu 30m hohe Bäume, die durch ihre weiße Rinde auffallen. Die Hängebirke (B. pendula) besitzt spitzwinklig aufsteigende Äste mit stark überhängenden Zweigen, während die Zweige der Moorbirke (B. pubescens) aufrecht gerichtet sind. Die Rinde der Hängebirke wird im Gegensatz zur Moorbirke mit zunehmendem Alter der Bäume dunkel. Die Birke bildet männliche und weibliche Blütenkätzchen, erstere werden bis zehn Zentimeter, letztere nur zwei bis drei Zentimeter lang.
Medizinisch verwendet werden die Blätter beider Birkenarten, wobei die jungen Blätter besonders reich an Wirkstoffen sind. Aus den Rinden wird Birkenteer gewonnen.
Deutscher Name: Birke
Botanischer Name: Betula pendula und Betula pubescens
Familie: Betulaceae
Blütezeit: April bis Mai
Herkunft: Europa, gemäßigtes Asien
Die Hängebirke kommt in trockenen Laub- und Nadelwäldern vor, die Moorbirke dagegen in Mooren und feuchten Wäldern.

Anwendungsgebiete

  • Bakterielle und entzündliche Harnwegserkrankungen
  • Gicht und rheumatischen Erkrankungen
  • als Zusatz zu sogenannten "Blutreinigungstees"
  • Haarausfall und Schuppenbildung
Die enthaltenen Flavonoide wirken wassertreibend und führen zu einer vermehrten Wasserausscheidung. Daher werden Birkenblätter unterstützend bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der Harnwege eingesetzt. Desweiteren sind sie in Blutreinigungstees enthalten und werden bei Frühjahrskuren angewendet.

Sehr junge, frische Blätter können Frühlingssalaten beigegeben werden, Birkenblätterextrakthaltige Haarwässer sollen bei Haarausfall und Schuppenbildung helfen. Der aus der Birkenrinde gewonnene Teer wird in Einzelfällen als Zusatz zu Salben bei bestimmten Hauterkrankungen ärztlich verordnet.

Dosierung und Anwendung

Tee:
1 Esslöffel (ca. 2g) Birkenblätter werden mit 150ml siedendem Wasser übergossen, etwa 15 Minuten ziehen lassen.
3- bis 4-mal täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken.
Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zu achten (mindestens 2l/Tag).

Wirkungen

In den Birkenblättern sind bis zu etwa drei Prozent Flavonoide enthalten, die wassertreibend wirken. Darunter mengenmäßig überwiegend Hyperosid und Avicularin, daneben Triterpene, Phenolcarbonsäuren und wenig Vitamin C sowie ätherisches Öl.
Die Blätter der Hängebirke besitzen einen etwas höheren Gehalt an Flavonoiden als die der Moorbirke.

Hinweis

Nicht anwenden:
  • bei Überempfindlichkeit gegenüber Birkenpollen
  • bei Schwangerschaft und Stillzeit ohne ärztlichen Rat
  • bei Ödemen aufgrund Erkrankungen des Herzkreislaufs oder der Nieren.
Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten!
Bei akuten Beschwerden, die länger als eine Woche andauern oder immer wieder kehren, sollte ein Arzt aufgesucht werden!
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