Arnika – Heilpflanze bei Rheuma und Entzündungen

Die Heilpflanze Arnika wird zur Behandlung von Verletzungen wie Prellungen, Verstauchungen und Blutergüssen angewendet. Die Blütenextrakte wirken entzündungshemmend, schmerzstillend und antirheumatisch. Umschläge aus Arnika lindern daher Beschwerden bei Rheuma. Arnika wird auch bei Entzündungen in Mund und Rachen eingesetzt.

Arnikablüten © Thinkstock
Arnika ist eine mehrjährige krautige Staude, die bis zu 60 Zentimeter hoch werden kann. Meistens ist sie aber zwischen 20 und 30 Zentimeter groß. Am Boden wächst eine Art Rosette aus wenigen eiförmigen Blättern, die behaart sind. Der ebenfalls behaarte Stängel entspringt dieser Blattrosette und trägt meistens ein bis zwei gegenständige Blattpaare. An der Spitze des Stängels und manchmal auch an Nebenstängeln, die den Blattachseln entspringen, sitzen die leuchtend gelben Korbblüten. Die Blüten sehen meistens zerzaust und asymetrisch aus, was ein typisches Erkennungsmerkmal für Arnika ist.

Medizinisch verwendet werden die getrockneten Blütenstände beziehungsweise Blütenkörbchen. Seit dem 17. Jahrhundert setzten Heilkundige Arnika als Mittel bei Verletzungen ein. Heute wird Arnika äußerlich in Form von Salben oder Einreibungen bei Schwellungen, Verstauchungen und Prellungen eingesetzt. Außerdem gehört sie zu den klassischen Mitteln der Homöopathie.

Die Pflanze ist geschützt und darf nicht gesammelt werden!


Deutscher Name
: Arnika
Botanisch: Arnica Montana
Familie: Korbblütengewächse (Asteraceae = Compositae)
Blütezeit: Mai bis August
Herkunft: Auf Gebirgswiesen in ganz Europa und Südrußland

Anwendungsgebiete von Arnika

Arnica © GNU, CCBlüten von Arnika
Arnika-Extrakte wirken hemmend auf das Bakterienwachstum, antientzündlich, schmerzstillend und antirheumatisch. Daher werden sie angewandt bei:

Dosierung und Anwendung von Arnika

Aufguss für Umschläge:
4 Teelöffel getrocknete Arnikablüten (etwa 2 Gramm) werden mit 100 Milliliter siedendem Wasser übergossen und nach 10 Minuten abgeseiht. Nach dem Abkühlen für Umschläge verwenden.

Tinktur:
Für einen Umschlag: Tinktur 3- bis 10fach mit Wasser verdünnen
Für Mundspülungen: Tinktur 10fach verdünnen

Salben:
mit max. 20-25% Tinktur
mit max. 15% "Arnika-Öl"

Arnika-Öl:
Auszug aus 1 Teil Droge und 5 Teilen fettem Pflanzenöl

Auszüge aus Arnika finden sich als Zusatz in Haarwässern, Zahncremes und anderen kosmetischen Produkten. Aufgrund des sensibilisierenden Potentials, sollten kosmetische Präparate nicht unkritisch verwendet werden.

Wirkungen

Die Pflanze enthält in allen Teilen Gerbstoffe. Ihre Blüten bieten Flavon und karotinartige Farbstoffe, Cholin und herzwirksame Substanzen. Dazu kommen entzündungshemmendes ätherisches Öl, Kieselsäure und Inulin.

Hinweis

Aufgrund der zum Teil toxisch wirkenden Inhaltsstoffe muss von einer innerlichen Anwendung wegen möglicher Herzrhythmusstörungen abgeraten werden. Insbesondere bei längerer Anwendung oder bei entsprechend sensibilisierten Personen können durch Arnika selbst Hautausschläge hervorgerufen werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.11.2014
  • Autor/in: vitanet.de
  • Quellen: Heil-Pflanzen Lexikon, H. Braun und D. Frohne, Gustav Fischer Verlag, 6. Aufl., 1994
  • Schwester Bernardines große Naturapotheke, H. Lichtenstein, J. Volak, J. Stodola, Mosaik-Verlag, 1983
  • www.heilpflanzen-katalog.de
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